Creative Lab #8: Crossinnovation
Kultur- und Kreativwirtschaft an den Schnittstellen: Wie gute Ideen branchenübergreifend Wirkung entfalten
Juni – Dezember 2024

Seit 2020 setzt das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft in den Creative Labs Impulse für ergebnisoffene Innovationen. Unabhängig vom jeweiligen wirtschaftspolitischen Themenschwerpunkt zielte jedes Creative Lab darauf ab, die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu fördern und den Creative Impact zu stärken.
Das Creative Lab #8 markierte einen Höhepunkt und einen wichtigen Reflexionspunkt der Creative-Lab-Reihe. Im Mittelpunkt standen Fragen, die sich übergreifend in nahezu allen Innovationsprojekten der Labs stellten – die aber auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) als Branche von großer Bedeutung sind: Wie können kreative Ansätze langfristig Impulse für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel geben? Welche Rolle spielt dabei Cross Innovation als Brücke zwischen der KKW und anderen Sektoren? Und wie können die Erkenntnisse der vergangenen Jahre in künftige Projekte und Denkansätze überführt werden?
Im Creative Lab #8 wurden diese Fragen in vielfältigen Formaten behandelt: durch das Zusammenführen der entwickelten Prototypen und Themenschwerpunkte, die Reflexion über Herausforderungen und Erfolge sowie den Austausch im Netzwerk, das sich über die Jahre aufgebaut hat. Eine Umfrage unter den bisherigen Teams zeigte die nachhaltige Wirkung des Formats: Zwei Drittel der Projekte bestehen weiterhin, viele davon in viele davon konnten ihr Geschäftsmodell und den Prototypen weiter ausbauen. Der Höhepunkt des Creative Labs #8 war der Cross Innovation Day, an dem die Teilnehmenden und Partner*innen der vergangenen Ausgaben zusammenkamen, um Erkenntnisse zu teilen, Erfahrungen zu reflektieren und neue Impulse zu setzen.
Warum Cross Innovation?
Ökonomische Instabilität, Ressourcenknappheit und Fachkräftemangel – in Zeiten globaler Unsicherheit, digitaler Transformation und gesellschaftlicher Herausforderungen, die in Komplexität und Tragweite stetig zunehmen, wird Innovation mehr denn je zu einem kollektiven Unterfangen. Wirtschaft und Gesellschaft sind heute auf flexible und widerstandsfähige Strukturen angewiesen, die häufig nur durch umfassende Systemveränderungen entstehen können. Klassische Wege, Lösungen innerhalb einer einzigen Disziplin zu suchen, reichen nicht mehr aus. Innovationen entstehen heute an den Schnittstellen: dort, wo Perspektiven, Methoden und Expertisen aus unterschiedlichen Bereichen aufeinandertreffen. Durch das Kreuzen verschiedener Disziplinen (Cross) soll etwas fundamental neues (Innovation) hervorgebracht werden.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft spielt für die Kompetenz der Cross Innovation eine zentrale Rolle. Sie bringt seit jeher experimentelle Denk- und Handlungsimpulse in die Innovationsarbeit ein, und hat eine natürliche Affinität für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte. Kreativschaffende sind damit Wegbereiter*innen für die umfassende Veränderung von Arbeits- und Lebenswelten. Sie sind wichtige Treiber*innen und Partner*innen von Transformationsprozessen.
Die von der KKW erbrachten Leistungen wirken zudem als wichtige Impulse für die
Innovationstätigkeit von Unternehmen und Organisationen – insbesondere in frühen Phasen der Ideengenerierung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle.
Strukturell ist die KKW zudem prädestiniert für den interdisziplinären Austausch – innerhalb der Branche, aber eben auch im branchenübergreifenden Kontext.
Cross Innovation bringt also die Kernkompetenzen der KKW mit denen anderer Branchen zusammen, um durch ko-kreative Prozesse ganzheitliche Lösungen zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um technologische Neuerungen, sondern auch nicht-technische Innovationen, wie neue Arbeits-, Denk- und Organisationsweisen.
Durch die Verknüpfung dieser agilen Praktiken und Methoden mit dem Fachwissen anderer Branchen werden wertvolle Impulse freigesetzt, die zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beitragen und neue Entwicklungsräume eröffnen können. So fördert der Cross-Innovations-Ansatz nicht nur die Innovationskraft einzelner Unternehmen, sondern bringt durch das Zusammenspiel komplementärer Stärken ganze Wirtschaftszweige voran.
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